Das Bild des Heiligen Marcus im Rossano-Evangeliar als Neues Inspirierenden Gestalt
Urszula Mazurczak
Polska , PolandAbstract
Das Bild des heiligen Marcus im Rossano-Evangeliar (um 500 n. Ch.) stützt sich nach der Meinung von vielen Forschem auf das Vorbild einer antiken Komposition "Dichter und seine Muse"; der Hintergrund des Bildes dagegen wird mit dem römischen "scene frons" verglichen. Die formale Abhängigkeit läßt nach den inhaltlichen Zusammenhängen fragen. Der christliche Begriff des Autors und der Inspiration unterscheiden sich von dem der Antike. Das Marcus-Bild aus dem Rossano-Codex ist eines der frühesten Beispiele für das Evangelistenbild mit der inspirierenden Gestalt. Durch die Tätigkeit des Schreibens unterscheidet sich das Marcus-Bild von den antiken Autorenbildern, auf denen die Autoren nicht während ihrer schriftstellerischen Tätigkeit dargestellt wurde. Eine neue Bedeutung gewinnt auch die göttliche Weisheit (Sophia), die den Evangelisten inspiriert. Der Hintergrunt des Bildes gibt einerseits das Schema der römischen Theaterbühne wieder, andererseits ist er schon mit dem neuen, christlichen Begriff der Inspiration eng verbunden.
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Mark, Christian artReferences
Polska
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